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HNO Gemeinschaftspraxis Dr. med. Irmtraud Fink-Schneider und Dr. med. Karl-Heinz Fink

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Spiegelung eines gesunden Kehlkopfes (Larynx)

Unsere Stimme


Unsere Stimme ist ein individuelles und spezifisches Wesensmerkmal. Sie ist eine instinktives und emotionales Ausdrucksmittel, während die Sprache eine hochintellektuelle und bewusstseinsnahe Funktion ist.

Die Stimme


Die Stimme ist eines der wichtigsten Ausdruck- und Kommunikationsmittel (vom „ersten Schrei“ bis zum „letzten Wort“). Emotionen beeinflussen unsere Stimme (vor Schreck bleibt einem das Wort im Halse stecken)

Zu den stimmlichen Ausdrucksvariationen gehören Lautstärke, Tonhöhe, Geschwindigkeit und Rhythmus.  

Besonders in stimmintensiven Berufen können Stimmstörungen zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit und zu gesundheitlichen Einschränkungen führen.

Stimmstörungen 

Ursachen für Stimmstörungen sind vielfältig, es  können organische oder funktionelle Störungen zugrunde liegen. Symptom ist die Heiserkeit (Dysphonie) bis zur Stimmlosigkeit (Aphonie)

Bei dem Symptom Heiserkeit muss jedoch auch immer an eine bösartige Erkrankung gedacht werden, weshalb grundsätzlich eine Heiserkeit, die länger als 3 Wochen anhält, hals-nasen-ohrenärztlich abgeklärt werden muss.

   

Ursachen für organische Stimmstörungen

  • Vorübergehende Stimmfunktionseinschränkung im Rahmen eines Infektes mit akuter Kehlkopfentzündung(Laryngitis)
  • Chronische Laryngitis durch übermäßigen Nikotin- und Alkoholkonsum oder durch Magensäure bei gastroösophagealem Reflux  
  • Heiserkeit durch  gutartige  oder bösartige Veränderungen an den Stimmlippen
  • Stimmbandlähmung durch  Raumforderungen im Brustraum, der Lunge, Gehirn oder der Schilddrüse
  • Schwere Allgemeinerkrankungen
  • Neurologische Störungen
  • Hormonstörungen
  

Funktionelle Stimmstörungen

  • Störungen der Singstimme (Dysodie) bei Sängern
  • Störungen der Sprech- oder Rednerstimme (Rheseasthenie)  z.B. bei Lehrern, Schauspielern, Kindergärtnerinnen, Predigern, Dolmetschern, Anwälten, Call-Center-Angestellten  
  • Störungen der Ruf- und Kommandostimme (Kleseasthenie) z.B. bei Ausrufern, Sportlehrern, Soldaten und Auktionatoren  

Funktionelle Stimmstörungen können in organische Störungen übergehen.

 

Ursachen für die funktionelle Stimmstörung

  • Fehlbelastung der Stimmbänder
  • Übermäßiger und unzweckmäßiger Stimmgebrauch
    

Begleitsymptome bei Stimmstörungen können sein: 

  • ein Trockenheitsgefühl im Mund- und Rachenraum
  • Druckgefühl
  • Schmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Globus (Kloßgefühl)
  • Psychische Belastung
 

Diagnostik von Stimmstörungen


Nach hals-nasen-ohrenärztlichen Gesichtspunkten wird der Organbefund erhoben unter besonderer Berücksichtigung der Nasen-Nebenhöhlen, des Rachens und der Prüfung der  grobmotorischen Kehlkopffunktionen.  

Die Stimmband-Beweglichkeit und Veränderungen der Stimmlippen werden mit der endoskopischen Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie) beurteilt.

Die Sichtbarmachung des Schwingungsablauf der Stimmlippen erfolgt mit Hilfe der  Stroboskopie.

Therapiemöglichkeiten 


Die Therapiemöglichkeiten der organischen Stimmstörungen je nach Befund

  • Medikamente
  • Physikalische Therapie
  • Operative Therapie
  • Begleitende logopädische Therapie

Bei den funktionellen Stimmstörungen steht die logopädische Therapie im Vordergrund.