HNO Gemeinschaftspraxis Dr. med. Irmtraud Fink-Schneider und Dr. med. Karl-Heinz Fink

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Gelbfieber Drucken E-Mail
Aedes aegytpi - Überträger des Gelbfiebers 
Erreger:Gelbfieber-Virus (Flavivirus febricis)
Inkubationszeit:3-10 Tage
Verbreitungsgebiet:Tropisches Afrika, Südamerika, Panama
Übertragung:Durch Mückenstich (meist von der Aedes-Mücke)
Therapie:Quarantäne, Behandlung der Symptome
Vorbeugung:Impfung, Mückenschutz

Allgemeines 

Gelbfieber (Yellow Fever) ist eine Virus-Erkrankung. Das Virus ist mit etwa 26 nm sehr klein.

Im tropischen Afrika südlich der Sahara ( z. B. Ghana, Elfenbeinküste, Sudan) und im tropischen Südamerika (z. B. Teile Brasiliens, Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien), wie in Äthiopien kann Gelbfieber auftreten (sog. Gelbfiebergürtel). In Asien ist Gelbfieber bisher nicht aufgetreten.

Epidemien treten vor allem in Afrika auf, Ausbrüche auch in Südamerika.  Besonders in den Regenzeiten ist mit häufigem Auftreten der Erkrankung zu rechnen.

Die Übertragung der Erkrankung erfolgt durch Stechmücken, besonders Aedes aegypti, deren wichtigste Brutstätten alte Autoreifen, Lachen auf Regentonnen etc. sind. Der Transport solcher Reifen begünstigt die Verbreitung dieser Vektoren (Überträger)

Hauptreservoir des Virus sind infizierte Affen (sylvatische Form: Affe-Mücke-Affe), aber auch der infizierte Mensch (urbane Form: Mensch-Mücke-Mensch) und übertragende Insekten können Wirte sein. 

 

Krankheitsverlauf

Die Ausprägungsformen der Erkrankung nach Stich einer infizierten Mücke können gang unterschiedlich sein. Es gibt Verläufe ohne Symptome, milde bis zu schwersten, tödlich ausgehenden Formen.

Ter typische Verlauf der Erkrankung lässt sich folgendermaßen beschreiben:
Zu Beginn der Erkrankung treten hohes Fieber, starke Gliederschmerzen, Bindehautentzündung der Augen sowie Übelkeit und Erbrechen auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu schweren Leber- und Nierenschädigungen und Blutungen.

 

Therapie und Vorbeugung

Leider gibt es keine spezifische Therapie bei einer Gelbfieberinfektion. Lediglich in den schwerst verlaufenden Fällen kann versucht werden, durch intensivmedizinische Behandlung ein Versagen der inneren Organe zu verhindern.

Dagegen stehen heute hochwirksame und sichere Impfstoffe (Vakzine) zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um einen Lebendimpfstoff, der in einem komplizierten Verfahren aus infizierten Hühnerembryonen gewonnen wird. Kinder unter 6 Monaten und Schwangere sollten nicht geimpft werden.

In aller Regel ist bei Einreise in die gefährdeten Länder eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben, viele Länder schreiben bei Transit ebenfalls eine Impfung vor.

 

Hinweise zur Impfung 

Eine Gelbfieberimpfung darf nur ein hierzu vom Gesundheitsministerium des jeweiligen Bundeslandes ermächtigter Arzt durchführen. Die Erlaubnis ist an den Nachweis entsprechender Fachkenntnis gebunden.

Lassen Sie sich vor Antritt einer Fernreise bei uns individuell beraten, wir sind Gelbfieberimpfstelle.

Denken Sie bitte daran, Ihren Impfausweis mitzubringen.