| Kinderlähmung (Poliomyelitis) |
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AllgemeinesDas Polio-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Es gelangt durch den Mund in den Körper, beispielsweise über die Hände, Gegenstände, Nahrungsmittel, Wasser oder auch in Schwimmmbädern (oral-fäkale Schmutz- und Schmierinfektion).
KrankheitsverlaufDer Verlauf der Kinderlähmung ist durch verschiedene Phasen gekennzeichnet. Nach wenigen Tagen, maximal nach zwei Wochen, zeigen sich bei fast allen Infizierten unspezifische Krankheitszeichen wie Fieber, Kopfschmerzen und Schluckbeschwerden. In 90 bis 95 Prozent der Infektions-Fälle entwickelt das körpereigene Immunsystem in dieser Phase Antikörper und bildet hierdurch einen Langzeitschutz (stille Feiung). Eine Woche nach Ausbruch kommt es bei etwa einem Prozent der Infizierten zu einer schweren Hirn-Entzündung (Meningitis). In weniger als einem Prozent der Krankheitsfälle kommt es anschließend zu Lähmungen der Gliedmaßen oder des Zwerchfells. In diesen Fällen hat das Virus die Rückenmarksnerven erreicht und geschädigt.
ImpfungDank der breiten Anwendung der Schluckimpfung ist die Erkrankung mit ihren sichtbaren Folgen weitgehend aus unserem Alltagsleben verschwunden. Aus diesem Grund und da die Schluckimpfung die minimale Gefahr der Auslösung einer vaccineassoziierten Poliomyelitis birgt, empfiehlt die STIKO (ständige Impfkommission) seit Januar 1998 die ausschließliche Verwendung der inaktivierten Polio-Vaccine (IPV). Solange das Polio-Virus noch nicht ausgerottet ist, ist eine Ansteckungsgefahr durch Reisen in Endemiegebiete, wie nach Afrika und Asien, bzw. durch Einschleppung gegeben. Ein Polio-Schutz ist deshalb auch in den kommenden Jahren noch unerlässlich.
Wir können Sie in unserer Praxis gegen diese Erkrankung impfen! Denken Sie bitte daran, Ihren Impfausweis zu einem Beratungstermin mitzubringen! |









