| Masern, Mumps, Röteln (MMR) |
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MasernMensch zu Mensch übertragen (Tröpfcheninfektion). Der Erreger ist weltweit verbreitet. Acht bis 14 Tage nach der Ansteckung kommt es 95 Prozent der Infizierten zum Ausbruch der Krankheit. Die Symptome wie Fieber, Schnupfen, Husten und Bindehautentzündung mit entsprechender Lichtempfindlichkeit sind zunächst unspezifisch. Der typische Masern-Ausschlag, der sich durch kräftig rote, grobflächige Flecke äussert, beginnt schließlich hinter den Ohren. Vom Kopf breitet er sich langsam über den ganzen Körper aus.
MumpsMumps-Kranke geben das Virus mit der Atemluft an andere Menschen weiter (Tröpfcheninfektion). In etwa der Hälfte der Fälle bildet das Immunsystem nach der Infektion ausreichend schnell Antikörper, so dass es nicht zur Erkrankung kommt. Das Mumps-Virus kommt auf der ganzen Welt vor. Kinder unter einem Jahr bekommen in der Regel keinen Mumps, da sie durch die mütterlichen Antikörper geschützt sind. Im Grundschulalter erkranken die Patienten am häufigsten, es ist das typische Mumps-Alter. Wenn der Organismus keine eigenen Antikörper bildet, erkrankt der Infizierte zwei bis fünf Wochen später mit leichtem Fieber sowie Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen. Bald schwillt die Ohrspeicheldrüse schmerzhaft an, und auch die anderen Speicheldrüsen im Halsbereich können sich entzünden, ebenso wie die Bauchspeicheldrüse (kann eine Diabetes mellitus verursachen), die Schilddrüse und die Eierstöcke bzw. Hoden (kann vor allem bei Jungen in der Pubertät zu Unfruchtbarkeit führen).
RötelnEine Infektion erfolgt über die Atemwege (Tröpfcheninfektion). Röteln-Viren sind weltweit verbreitet. Der Infizierte entwickelt nach einer Inkubationszeit von zwei bis drei Wochen druckempfindliche Lymphdrüsenschwellungen im Nacken und hinter den Ohren. Bei leichtem Fieber kann ein bis zwei Tage später ein kleinfleckiger, blassrosa Ausschlag erscheinen. Er beginnt hinter den Ohren und greift rasch auf Gesicht, Hals und Rücken über. Mehr als die Hälfte der Kranken bekommt keinen Ausschlag, und der Infekt verläuft so unauffällig, dass er nicht erkannt wird. Die Patienten sind aber infektiös. Röteln sind meist eine harmlose Krankheit. Gefährlich wird der Infekt in der frühen Schwangerschaft. Er verursacht beim ungeborenen Kind schwere Entwicklungsstörungen.
ImpfungDer Schutz erfolgt durch eine zweimalige Impfung: Mit der ersten Masern-, Mumps- und Röteln-Impfung (Kombinationsimpfung) zwischen dem vollendetem 11. und 14. Lebensmonat. Darauf folgt nach mindestens 4 Wochen die zweite MMR-Impfung. Bei Mädchen wird mit der zweimaligen MMR-Impfung auch der unverzichtbare Schutz vor einer Rötelnembryopathie weitgehend gesichert. Wir können Sie in unserer Praxis gegen diese Erkrankung impfen! Denken Sie bitte daran, Ihren Impfausweis zu einem Beratungstermin mitzubringen! |









