| Windpocken (Varizellen) |
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Das Windpocken-Virus (Varizella-Zoster) ist äußerst ansteckend. Die Übertragung geschieht durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion, oft auch durch die Luft (daher der Name: Windpocken). Die meisten Erkrankungen betreffen Kinder zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr.Bei fast allen Infizierten kommt es nach einer Inkubationszeit von 11 bis 15 Tagen (in seltenen Fällen nach bis zu vier Wochen) zu Fieber und gleichzeitig zu stark juckendem Ausschlag. Auf der Haut entstehen wassergefüllte Bläschen, die nach wenigen Tagen verkrusten. Der Bläscheninhalt enthält Viren und ist hochinfektiös. Wenn der Patient nicht kratzt, fallen die Verkrustungen normalerweise ohne Narbenbildung ab. Gefährlich werden können "Windpocken" während der ersten Schwangerschaftsmonate. Es kann zu Missbildungen des Kindes wie Kleinwuchs, unvollkommen angelegte oder unterentwickelte Gliedmaßen und Hautveränderungen führen. Ebenfalls besonders gefährdet sind Neugeborene, deren Mütter 96 Stunden vor bis 48 Stunden nach der Geburt an Windpocken erkranken. Die Kinder-Sterblichkeit wird für diese Fälle mit 30 bis 35 Prozent angegeben. Nach einer Erkrankung besteht fast lebenslange Immunität.
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